Beef Cuts
Das perfekte Stück Rindfleisch für Ihr Gericht
Fleischgenuss leicht gemacht
Stellen Sie sich vor: Sie stehen an der Fleischtheke und suchen Rindfleisch für den nächsten Grillabend aus. Greifen Sie zu den klassischen Stücken wie Rumpsteak, Filet oder Ribeye? Diese Edelstücke sind vielen bekannt und werden gerne gewählt. Aber was ist mit den restlichen Teilen des Rindes?
In den letzten Jahren gewinnen weniger bekannte Cuts zunehmend an Popularität – und das aus gutem Grund!
Werfen Sie einen Blick über die üblichen Fleischstücke hinaus und lassen Sie sich überraschen, wie vielfältig und schmackhaft die weniger bekannten Cuts sein können.
Was kann man alles grillen? – Beef Cuts für jeden Grillmoment
Beim Rindfleisch grillen muss es nicht immer nur Filet oder Rumpsteak sein: Beef Cuts sind unterschiedliche Zuschnitte mit eigener Struktur, Marmorierung und Aromatik – und genau deshalb gibt es für nahezu jeden Anlass den passenden Cut. Ob kurz & heiß für Steaks, dick geschnitten zum Teilen oder ein Stück, das auch mit einfachen Handgriffen zuverlässig gelingt: Hier sind beliebte Optionen – inklusive der wichtigsten Hinweise zur Zubereitung.
9 Cuts & wie man sie am Besten zubereitet
Entrecôte (1)
Das Entrecôte ist ein klassisches und sehr beliebtes Steak, das aus dem vorderen Teil des Rückens eines Rindes stammt, genauer gesagt aus dem Bereich zwischen der vorderen Schulter und dem Rippenbereich. Der Name kommt aus dem Französischen und bedeutet „zwischen den Rippen“, was auf die Lage des Cuts hinweist. Es zeichnet sich durch eine schöne Marmorierung aus, die für eine hohe Saftigkeit und ein intensives Aroma sorgt. Das Fleisch hat einen hohen Fettanteil, der beim Braten / Grillen schmilzt und dem Fleisch zusätzlichen Geschmack verleiht.
Das Entrecôte wird oft als eines der besten Steaks angesehen, da es zart und gleichzeitig geschmackvoll ist. Die Zubereitung erfolgt am besten durch scharfes Anbraten oder Grillen bei hoher Hitze, um eine köstliche Kruste zu entwickeln, während das Fleisch innen saftig und zart bleibt.
Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 57 °C Kerntemperatur*
Bürgermeisterstück / Tri Trip (2)
Das Tri Tip ist ein saftiges Stück Fleisch aus der Keule des Rindes, das durch seine schöne Marmorierung und das intramuskuläre Fett besonders zart bleibt. Diese Marmorierung sorgt dafür, dass das Fleisch beim Braten saftig bleibt, und es ist deutlich saftiger als Tafelspitz. Wegen seiner flachen Form gart es zudem schneller, was es zu einer praktischen Wahl für Grill- und Bratgerichte macht.
Der Name „Tri Tip“ kommt von der charakteristischen dreieckigen Form des Cuts, während die Bezeichnung „Bürgermeisterstück“ darauf hinweist, dass dieses zarte Stück früher den städtischen und kirchlichen Würdenträgern vorbehalten war – es galt als das Fleischstück des Bürgermeisters. Mit seinem feinen, geschmackvollen Aroma ist es ein wahres Highlight für Liebhaber von zartem Rindfleisch.
Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 55 °C Kerntemperatur*
Flanksteak (3)
Das Flanksteak ist in den USA bereits seit Jahren ein fester Bestandteil der Grill- und Steak-Kultur und erfreut sich mittlerweile auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Es stammt aus der gut durchbluteten Muskulatur des Bauchlappens und zeichnet sich durch eine besonders ausgeprägte Marmorierung aus, die ihm einen intensiven, kräftigen Geschmack verleiht. Diese Marmorierung sorgt für ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das es zu einem echten Geheimtipp für Fleischliebhaber macht.
Das Flanksteak ist ein relativ flaches Stück Fleisch, das sich hervorragend im Ganzen auf dem Grill zubereiten lässt. Es benötigt nicht viel, um perfekt zur Geltung zu kommen: Eine einfache Zubereitung, bei der das Steak mit grobem Meersalz gewürzt und dann kurz und scharf gegrillt wird, genügt, um den vollen Geschmack zu entfalten.
Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 57 °C Kerntemperatur*
Flat Iron Steak (4)
Das Flat Iron Steak, aus dem oberen Teil der Rinderschulter geschnitten, zeichnet sich durch einen intensiven Fleischgeschmack und außergewöhnliches Aroma aus. Dieser moderne Zuschnitt, der erst Anfang der 2000er Jahre in den USA als Grillstück populär wurde, verdankt seinen Namen der Form, die an ein flaches Bügeleisen erinnert, nachdem die Sehne in der Mitte entfernt wurde. In England ist es als Butlers Steak bekannt, während es in Australien als Oyster Blade bezeichnet wird.
Das Flat Iron Steak ist relativ dünn und ähnelt in seiner Struktur dem Flanksteak, weshalb es eine kurze Grillzeit benötigt. Wir empfehlen, es in Tranchen aufgeschnitten zu servieren und lediglich mit hochwertigem Meersalz zu würzen, um den natürlichen, intensiven Fleischgeschmack perfekt zur Geltung zu bringen.
Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 52 °C Kerntemperatur*
Tomahawk Steak (5)
Ein echtes Highlight! Es handelt sich um ein Rip-Eye-Steak, bei dem der Knochen belassen wird, was dem Fleisch zusätzlichen Geschmack verleiht. Der Cut stammt aus dem vorderen Teil des Rückens und wiegt in der Regel zwischen 0,7 und 1,4 kg, bei einer Dicke von 4 bis 6 cm. Durch seine Größe und Dicke benötigt das Steak zunächst 2 Minuten scharfes Anbraten auf jeder Seite.
Nachdem es die gewünschte Kerntemperatur erreicht, wird es noch einmal beidseitig für 2 Minuten angebraten, um eine knusprige Kruste zu erhalten. Nach dem Grillen wird der Knochen abgeschnitten und das Steak in dünne Tranchen mit grobem Meersalz serviert. Es lässt sich auch hervorragend im Rückwärts-Grillverfahren zubereiten. Besonders empfehlenswert ist die Methode des Sous-Vide-Garen, bei dem das Fleisch lange und langsam in einem Vakuumbeutel gegart wird.
Anschließend bekommt das Steak auf dem Grill perfekte Röstaromen. Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 55 °C Kerntemperatur*
Roastbeef (6)
Das Roastbeef stammt aus dem hinteren Teil des Rückens des Rindes, speziell aus der Lenden- oder Hüftregion, und ist bekannt für seine zarte Textur und den intensiven Geschmack. Es hat eine gute Marmorierung, die dafür sorgt, dass es beim Garen saftig bleibt. Traditionell wird es langsam im Ofen bei niedrigen Temperaturen gegart, um das Fleisch gleichmäßig zu durchziehen und die zarte Konsistenz zu bewahren.
Besonders beliebt ist auch das Reverse-Sear-Verfahren, bei dem das Roastbeef zuerst bei niedriger Temperatur gegart und anschließend scharf angebraten wird, um eine knusprige Kruste zu erzeugen. Das Roastbeef wird meist in dicken, saftigen Scheiben serviert und eignet sich hervorragend für verschiedene Beilagen wie Kartoffeln, Gemüse oder frischen Salat.
Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 55 °C Kerntemperatur*
Falsches Filet / Chuck Tender (7)
Das falsche Filet, auch Chuck Tender genannt, wird aus der Schulter des Rindes geschnitten und sieht dem echten Filet optisch sehr ähnlich. Es zeichnet sich durch einen intensiven Geschmack aus und wird aufgrund seiner Zartheit und des hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses immer beliebter. Besonders in der Grillszene ist es mittlerweile ein Trend, da es sich gut grillen lässt und eine fantastische, saftige Textur aufweist, die den echten Filets in nichts nachsteht. Wer ein geschmackvolles, aber dennoch zartes Stück sucht, sollte das falsche Filet unbedingt ausprobieren.
Das falsche Filet bietet nicht nur einen intensiven Geschmack, sondern auch eine wunderbare Vielseitigkeit in der Zubereitung. Es eignet sich hervorragend zum Grillen, Schmoren oder Braten und kann mit unterschiedlichen Marinaden und Gewürzen verfeinert werden.
Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 54 °C Kerntemperatur*
Skirt Steak / Zwerchfell (8)
Das Skirt Steak, genau wie das Hanging Tender, zählt zu den Innereien und zeichnet sich durch eine beeindruck-ende Marmorierung aus, die es besonders saftig und geschmacks-intensiv macht. Es stammt aus dem Bereich des Rippenkastens, direkt unter dem Zwerchfell, und gehört zu den wenigen Fleischstücken, die frei im Inneren des Körpers liegen.
Es gibt zwei Varianten des Skirt Steaks: das Inside und das Outside Skirt. Beide eignen sich hervorragend zum Kurzbraten oder Grillen, sollten jedoch nicht über Medium Rare hinaus gegart werden, da sie sonst zäh werden können.
Mit der richtigen Zubereitung bleibt das Skirt Steak zart und wird zu einem wahren Genuss, der sich perfekt für Grillabende oder schnelle Pfannengerichte eignet.
Perfekt gegrillt/gebraten (Medium Rare – innen rosa) bei 55 °C Kerntemperatur*
Spider Steak / Fledermaus Steak (9)
Das Spider-Steak, auch als Fledermaus-Steak bekannt, liegt flach auf dem Schlossknochen im Hüft- und Lenden-Becken-Bereich und ist für seine zarte Marmorierung, Saftigkeit und dünne Struktur bekannt. Die netzartige Marmorierung erinnert an ein Spinnennetz, während die drei Sehnen, die das Steak durchziehen, ihm das Aussehen von Fledermausflügeln verleihen.
Aufgrund seiner Dünne ist das Spider-Steak besonders schnell zubereitet – 60 Sekunden scharf anbraten auf jeder Seite reichen völlig aus. Danach einfach kurz ziehen lassen und mit etwas Fleur de Sel (Meersalz) genießen. Um die Saftigkeit zu maximieren, sollte man gegen die Fasern schneiden.
Ein Thermometer ist nicht notwendig, da die Dünne des Steaks die Garzeit einfach macht – am besten prüft man die Garstufe mit dem Drucktest.
Perfekt gegrillt in einer Minute, keine Kerntemperatur*
Beef Cuts fürs Grillen – in 3 Schritten zum perfekten Ergebnis
Sie möchten Rindfleisch grillen und dabei jedes Mal zuverlässig ein Steak auf den Punkt servieren? Dann hilft eine einfache Logik: Cut auswählen, richtig grillen und sauber servieren. Denn Beef Cuts sind unterschiedliche Rindfleisch-Zuschnitte mit eigener Struktur, Marmorierung und Aromatik – und genau das bestimmt, wie ein Stück Fleisch auf dem Grill reagiert.
Schritt 1:
Den passenden Cut wählen
(Marmorierung, Struktur, Geschmack)
Für viele ist das Entrecôte der ideale Einstieg: Es stammt „zwischen den Rippen“, bringt eine schöne Marmorierung mit und wird dadurch beim Grillen besonders saftig und aromatisch – das intramuskuläre Fett schmilzt und liefert extra Geschmack. Wer mehr Show & Substanz möchte, greift zum Tomahawk Steak: groß, dick geschnitten und perfekt, wenn Sie ein Steak zum Teilen planen.
Schritt 2:
Richtig grillen
(Hitze + Kerntemperatur)
Damit Steaks außen Röstaromen bekommen und innen zart bleiben, empfiehlt sich bei vielen Cuts das scharfe Anbraten bzw. Grillen bei hoher Hitze, um eine kräftige Kruste zu entwickeln. Entscheidend ist anschließend die Kerntemperatur – besonders, wenn Sie Medium Rare (innen rosa) anstreben: Entrecôte: 57 °C, Tri Tip (Bürgermeisterstück): 55 °C, Roastbeef: 55 °C und Flat Iron: 52 °C.
Schritt 3:
Sauber servieren
(kurz ruhen lassen & richtig schneiden)
Für ein zartes Mundgefühl zählt nicht nur das Grillen selbst: Lassen Sie das Fleisch nach dem Grillen kurz ruhen und schneiden Sie anschließend konsequent gegen die Faser. Das verkürzt die Muskelstränge und macht jeden Bissen spürbar zarter – besonders bei grobfaserigen Cuts wie Flank, Skirt oder beim Spider Steak. Wichtig beim Skirt: Es sollte nicht über Medium Rare hinaus gegart werden, da es sonst zäh werden kann.
Geheimtipps von unserem Grillmeister
- Bürgermeisterstück / Tri Tip: Saftig, gart durch die flache Form schneller als viele Bratenstücke – sehr praktisch für Grill & Pfanne. Medium Rare bei 55 °C.
- Falsches Filet (Chuck Tender): Optisch nah am Filet, intensiver Geschmack und vielseitig (grillen, schmoren, braten). Medium Rare bei 54 °C.
- Spider Steak: Extrem dünn – 60 Sekunden pro Seite reichen; kurz ziehen lassen und für maximale Saftigkeit gegen die Faser schneiden.
Tipp: Für reproduzierbare Ergebnisse hilft ein Blick auf die Kerntemperatur – und beim Servieren macht gegen die Faser schneiden viele Cuts spürbar zarter.
Probieren Sie: In Whiskey mariniertes Entrecôte
Entrecôte zählt zu den beliebtesten Beef Cuts – und das aus gutem Grund: Die feine Marmorierung sorgt beim Braten für ein besonders saftiges, aromatisches Ergebnis. In dieser Rezeptidee bekommt das Steak ein Upgrade: Eine Marinade aus Bourbon Whisky, Sojasauce, Honig, Zitrone und Worcestersauce bringt Tiefe, leichte Süße und eine elegante Würze ins Fleisch. Nach dem scharfen Anbraten darf das Entrecôte bei niedriger Temperatur sanft im Ofen nachziehen, bis es wunderbar zart und innen rosé ist. Die einreduzierte Marinade wird anschließend sirupartig aufgekocht und als glänzender Lack auf das Fleisch gepinselt – so entsteht ein intensives Finish mit feiner Whiskey-Note. Dazu passt eine frische, herzhafte Kombination aus Porree-Vinaigrette mit Dijon-Senf, Balsamico, Zitrone und Olivenöl, getoppt mit zerdrücktem Ei. Für den perfekten Kontrast sorgen karamellisierte Feigen, in Butter und Zucker goldbraun gebraten und mit Portwein abgelöscht – süß, fruchtig und leicht herb. Ein Gericht, das zeigt, wie vielseitig Entrecôte als Beef Cut ist: kraftvoll im Geschmack, elegant im Zusammenspiel und ideal für besondere Anlässe (Kartoffelstampf passt als Beilage hervorragend).
Häufig gestellte Fragen
Was sind Beef Cuts?
Beef Cuts sind unterschiedliche Rindfleisch Zuschnitte mit eigener Struktur, Marmorierung und Aromatik. Wenn Sie über Entrecôte & Filet hinausblicken, entdecken Sie oft intensiveren Geschmack und spannendere Texturen.
Welcher Cut ist ideal für Einsteiger?
Für Einsteiger sind Entrecôte und Flat Iron dank klarer Zubereitungslogik sehr dankbar. Sie brauchen vor allem hohe Start-Hitze und eine sichere Kerntemperatur. Mit Thermometer gelingt Ihnen das reproduzierbar.
Warum ist Marmorierung so wichtig?
Marmorierung bedeutet feine Fettäderchen im Muskel. Dieses Fett schmilzt beim Steak braten oder Steak grillen und sorgt für Saftigkeit, Aroma und ein runderes Mundgefühl. Besonders Entrecôte und Tomahawk profitieren davon.
Welche Kerntemperatur ist ideal für Medium Rare?
Medium Rare liegt bei vielen Cuts um die Mitte der 50er: z. B. Entrecôte 57 °C, Tri Tip 55 °C, Roastbeef 55 °C. Beim Flat Iron ist 52 °C ein besonders schöner Punkt. Entscheidend ist: messen, kurz ruhen lassen, dann servieren.
Warum wird Steak zäh – und wie verhindern Sie das?
Häufige Gründe sind Übergaren und falsches Tranchieren. Gerade beim Skirt gilt: nicht über Medium Rare – sonst wirkt die Faser trocken und zäh. Schneiden Sie außerdem konsequent gegen die Faser.
Was ist Reverse Sear – und für welche Stücke passt es?
Beim Reverse Sear garen Sie erst sanft (Ofen/indirekte Hitze) und braten am Ende scharf an. Das passt besonders gut zu Roastbeef und ist auch beim Tomahawk eine elegante Option. Ergebnis: gleichmäßiges Rosa plus kräftige Kruste.
Warum sollte man gegen die Faser schneiden?
Sie verkürzen damit die Muskelstränge – das macht jeden Bissen zarter. Besonders wichtig ist das bei grobfaserigen Cuts wie Flank und Skirt sowie beim Spider Steak. Wenn Sie „flanksteak richtig schneiden gegen die faser“ umsetzen, gewinnen Sie spürbar an Zartheit.