Champagne Boizel
Feinperlige Finesse seit 1834
Seit dem Jahr 1834 vinifiziert die Familie Boizel - heute in der sechsten Generation - herausragende Champagner direkt auf der berühmten Avenue de Champagne in Epernay. Als Vorreiter in der Anwendung geringer Dosage wurden bereits vor über 100 Jahre im Hause Boizel die ersten Brut Champagne geboren. Diesem Stil ist Boizel bis heute treu geblieben.
Die guten Beziehungen zu den Weinbauern und stetige Qualitätskontrollen bringen bestes Traubenmaterial hervor. Nach der Prämisse der gemeinsamen Stärke wird das Familienunternehmen seit Generationen gleichberechtigt geführt.
Wie Champagner entsteht – und wie Boizel arbeitet
Nach Evelyne und Christophe sind nun die Söhne Florent und Lionel in deren Fußstapfen gestiegen. Ihre professionellen Erfahrungen in Frankreich und im Ausland setzten sie unermüdlich ein, den Qualitäts-anspruch und die Reputation von Champagne Boizel weiterzuentwickeln und in die Welt zu tragen.
Ein besonderes Merkmal von Champagne Boizel ist die feinperlige, präzise und dennoch druckvolle Perlage. Ebenso lässt die bemerkenswerte Lagerfähigkeit der Champagner selbst Kenner immer wieder anerkennend erstaunen. Die umfangreiche Schatzkammer im luxuriösen Keller der Familie Boizel, die auch für Besuche geöffnet ist, ist der beste Beweis dafür.
Die Basis für jeden Champagner ist ein stiller Grundwein. Nach der Lese werden die Trauben schonend gepresst. Dabei wird besonders auf die Auswahl der besten Pressfraktionen geachtet, weil sie später über Feinheit und Textur entscheiden. Aus den Mosten entstehen dann – getrennt nach Rebsorte und häufig auch nach Herkunftsparzellen – trockene, eher schlanke Grundweine. Diese sind noch kein fertiger Champagner, sondern das aromatische Rohmaterial für die eigentliche Kunst: die Assemblage.
Bei der Assemblage werden verschiedene Grundweine kombiniert, um den Stil des Hauses zu treffen und gleichzeitig die jeweilige Cuvée zu definieren. Hier entscheidet sich, ob ein Champagner eher auf Frische und Zitrusnoten setzt, mehr Körper und gelbe Frucht mitbringt oder cremiger und nussiger ausfällt. Viele Häuser arbeiten zusätzlich mit Reserveweinen aus älteren Jahrgängen, um Konstanz und Tiefe zu sichern – auch das ist ein typisches Element für einen präzisen, wiedererkennbaren Hausstil.
Danach folgt die zweite Gärung in der Flasche (Méthode Traditionnelle). Dem Grundwein wird eine Mischung aus Wein, Hefe und Zucker zugegeben. Die Flasche wird verschlossen, und es entsteht auf natürliche Weise Kohlensäure. Anschließend reift der Champagner (Hefelagerung). In dieser Phase entwickelt sich das, was hochwertige Schaumweine von einfachen unterscheidet: feinere Perlage, mehr Cremigkeit und komplexere Aromen (z. B. Brioche, geröstete Nüsse, feine Würze). Nach der Reifezeit werden die Hefen durch das Rütteln (Remuage) in den Flaschenhals bewegt und anschließend entfernt (Degorgieren). Zum Schluss bestimmt die Dosage – eine kleine Zugabe von Wein/Zucker – den Stil von Brut bis Extra Brut und rundet das Geschmacksbild ab.
Wie entsteht Champagner (Méthode Traditionnelle) – kurz erklärt
Nach der Lese werden die Trauben schonend gepresst, Grundweine getrennt nach Rebsorten/Herkunft ausgebaut und anschließend zur Assemblage komponiert. Danach folgt die zweite Gärung in der Flasche, die Hefereife, das Rütteln, Degorgieren und zum Schluss (je nach Stil) die Dosage.
Dosage ist der letzte Feinschliff bei der Champagnerherstellung: Nach dem Entfernen der Hefe (Degorgieren) wird die Flasche mit einer kleinen Menge „Liqueur d’Expédition“ aufgefüllt – einer Mischung aus Wein und (je nach Stil) etwas Zucker. Damit wird der Champagner geschmacklich ausbalanciert und sein Stil festgelegt, z.B. Brut, Extra Brut oder Zero Dosage (ohne Zuckerzugabe)
Wenig Dosage = trockener, „klarer“ Stil, bei dem Herkunft und Mineralität stärker im Vordergrund stehen. Boizel ist bekannt dafür, seit langem mit geringer Dosage zu arbeiten und diesem Stil treu zu bleiben
Boizel steht für Champagner mit klarer Handschrift
Das Haus gehört zu den traditionsreichen Familienbetrieben der Champagne und verbindet klassische Methoden mit einem sehr modernen Qualitätsverständnis. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage, wie sich die Besonderheiten einzelner Lagen und Jahrgänge möglichst unverfälscht in der Flasche widerspiegeln können. Boizel steht für einen klaren, reinen Ausdruck: Frische und Struktur wirken präzise, aber nie zu prägnant. Diese elegante Textur entsteht durch konsequente Qualität entlang der gesamten Kette – von Traubenauswahl über präzise Assemblagen bis zu Reifezeiten, die Komplexität geben, ohne die Frucht zu überdecken.
Die Handschrift: Balance statt Prägnanz
- Spannung durch Säure und Frische
- Tiefe durch Hefereife und Komplexität
- Langes, sauberes Finale mit feiner Perlage
Genau diese Balance macht Boizel so vielseitig: als Aperitif ebenso wie als Essensbegleiter.